Zwischen 1950 und 1990 wurden mehr als zehn Millionen Kinder in der Bundesrepublik Deutschland auf sogenannte Erholungskuren verschickt. Statt gesund, kehrten viele traumatisiert zurück. Esszwang und Toilettenverbot gehörten zum Alltag vieler Kinder, aber auch körperliche Strafen, Demütigungen, Erniedrigungen, Medikamentenmissbrauch und sexualisierte Gewalt – sogar Todesfälle sind dokumentiert. Viele leiden noch heute unter den Folgen der erlittenen Traumata.
Der VHS-Zweckverband bietet diesen Online-Vortrag zum Thema „Kinderverschickungen. Geschichte - Auswirkungen – Erinnerungen“ (113F01) am Donnerstag, 5. März, um 19 Uhr an. Die Veranstaltung wird von Detlef Lichtrauter geleitet. Er ist 1. Vorsitzender des Vereins „Aufarbeitung Kinderverschickungen NRW e.V.“ referiert über die Geschichte der Kinderverschickungen und den aktuellen Stand der Aufarbeitung im Bund und in NRW.
Anmeldungen unter 05253-974070 oder www.vhs-driburg.de.