Im Rahmen eines Gottesdienstes der Evangeliums-Christengemeinde Bad Driburg haben sich acht Personen taufen lassen. Die Feier fand mit rund 470 Besuchern statt und war geprägt von einer ruhigen und zugleich freudigen Atmosphäre.
Einleitend stellte Pastor Paul Siemens den Zuhörern die Fragen: „Was begeistert dich?“ und „Was betest du an?“ Während der Begriff Anbetung im Alltag kaum Verwendung findet und veraltet erscheint, prägt er das Christenleben tagtäglich. Die Heilige Schrift schildert, dass die Schöpfung Gottes den Auftrag hat Gott anzubeten. Menschen sind zur Anbetung geschaffen und wenn diese nicht an Gott gerichtet ist, dann richtet sich die Anbetung an etwas anderes.
Seine Predigt fasste Pastor Siemens mit einem Zitat zusammen: „Der Kern biblischer Anbetung ist ein Herz, das Gott erkennt, ihm vertraut und sich ihm ganz hingibt. Dies wird sichtbar im Leben.“
Dieses Sichtbarwerden im Leben konnte von den Gästen durch die Taufe praktisch wahrgenommen werden, denn im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand die Immersionstaufe, bei der die Person, ganz nach dem biblischen Beispiel der Urchristen, vollständig untergetaucht wird. Die Täuflinge bekannten damit öffentlich ihren Glauben und berichteten in persönlichen Zeugnissen, wie sie zu dieser Entscheidung kamen. Viele Besucher verfolgten die Taufe aufmerksam und nahmen Anteil an diesem persönlichen Glaubensschritt. So hieß es beispielsweise in einem der Zeugnisse: „Es musste für mich, denke ich, ein langer Weg werden. Mein Beruf besteht darin, mich mit einer Masse an Informationen kritisch auseinanderzusetzen und die Fakten von den sogenannten „alternativen“ Fakten zu trennen. Der Zweifel ist praktisch mein beruflicher Auftrag. Wie könnte ich da mit der Bibel anders umgehen? Es folgte ein jahrelanger Fakten- und Auslegungs-Check. Der Zweifel mag hinderlich sein, doch liegt hinter der kritischen Auseinandersetzung und Prüfung am Ende eben auch Vertrauen und Gewissheit. Und dann ist da noch die Sache mit dem Herzen. „Man sieht nur mit dem Herzen gut“, heißt es in der Geschichte vom „Kleinen Prinzen“. Mein Herz war deutlich früher bei Jesus als mein Kopf. Meine Bekehrung und Hinwendung zu Gott war ein behutsamer Prozess. Rückblickend erkenne ich, dass Gott über Jahre mein Herz verändert hat.“
Im Anschluss an den Gottesdienst wurden alle Gottesdienstbesucher zu einem gemeinsamen Mittagessen und anschließenden Kaffeetrinken eingeladen. Eine Gelegenheit für viele gute Gespräche und Begegnungen.