Erneut wurde bei einem verendet aufgefundenen Mäusebussard das Geflügelpestvirus nachgewiesen. Das tote Tier war oberhalb der Ortschaft Polle entdeckt und dem Veterinäramt Holzminden gemeldet worden. Dies ist seit Beginn des Geflügelpestgeschehens im Herbst 2026 der zweite Virusnachweis bei einem Wildvogel.
Nachdem im März 2026 mehrere Wildvögel mit der Vogelgrippe im Raum Fürstenberg/Beverungen festgestellt wurden, ist das Virus nunmehr Weser abwärts in der Samtgemeinde Bodenwerder-Polle nachgewiesen worden.
„Das Vogelgrippevirus zirkuliert immer noch und stellt weiterhin eine Gefahr für unser Hausgeflügel dar“, so Dr. Anna Topp vom Veterinäramt des Landeskreises Holzminden. Die Amtstierärztin weist darauf hin, dass alle Geflügelhalter strikte Hygienemaßnahmen einhalten müssen. Die Aufstallung des Geflügels ist nach wie vor die effektivste Methode, um den Kontakt mit Wildvögeln und deren Ausscheidungen zu vermeiden. Daneben können Ausläufe mit engmaschigen, kotundurchlässigen Netzen überdacht werden, um den Kontakt der eigenen Tiere mit Wildvogelkot zu minimieren.
Tote wildlebendende Wasservögel, Reiher, Kraniche, Greifvögel oder Rabenvögel sollen unter Angabe des Fundorts beim Veterinäramt unter der Telefonnummer 0 55 31 707 347 gemeldet werden. Unter https://tierseucheninfo.niedersachsen.de stellt das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Niedersachsen außerdem aktuelle Informationen zur Geflügelpest bereit.