Es ist eines der größten Bauprojekte, dass der Landkreis Holzminden bisher in Angriff genommen hat und soll Ende 2026 schon in Betrieb gehen: Mit 21,3 Mio. Euro voraussichtlichen Baukosten soll das nach modernsten Gesichtspunkten geplante Rettungsdienstzentrum Holzminden neue Maßstäbe für den Rettungsdienst setzen. Das Projekt sei ein Meilenstein für die Sicherheit und die Daseinsvorsorge im Landkreis Holzminden, betonte Landrat Michael Schünemann vor zahlreichen Gästen und Ehrengästen jetzt bei der Grundsteinlegung am Bültekreisel im Gewerbegebiet Im Sieken.
Neben der Parlamentarischen Staatsekretärin Mareike Lotte Wulf, Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer und der Landtagsvizepräsidentin Sabine Tippelt hatten es sich zahlreiche Kreistagsabgeordnete, aber auch Mitarbeitende aus dem Rettungsdienst sowie der Gebäudewirtschaft des Landkreises nicht nehmen lassen, an der Veranstaltung teilzunehmen. Wie bei solchen Veranstaltungen üblich versenkten der bei der Gebäudewirtschafts des Landkreises für das Projekt zuständige Ingenieur Fabian Fischer, Kreisbaurat Ralf Buberti zusammen mit dem Landrat eine Zeitkapsel mit einer Zeitung, einem Bauplan, ein paar Euro und einem Brief aus dem Rettgungsdienst.
Das neue Zentrum soll künftig nach Fertigstellung für eine Verbesserung der Hilfsfristen und natürlich auch für optimale Arbeitsbedingungen für die Einsatzkräfte sorgen. Verkehrstechnisch günstig am Ortsausgang gelegen können vom neuen Platz aus sowohl die entlegenen Sollingorte als auch das gesamte Stadtgebiet sowie Stahle, Heinsen und auch alle Orte der Samtgemeinde Bevern schnell erreicht werden. Auf dem dafür von der Stadt gekauften, 10.000 Quadratmeter großen Gelände sind bei der Grundsteinlegung schon die Fundamente mit den entsprechenden Stahlskeletten für den Betonguss zu erkennen. Seit mehreren Wochen wird hier schon fleißig Erdreich verschoben, die ersten Betonseitenteile stehen. „Ich vertraue darauf, dass wir genauso zügig weiterkommen und uns tatsächlich im Dezember 2026 für die Inbetriebnahme hier wieder treffen können“, erklärt der Landrat bei seiner Rede. Ende Juni 2024 sei der Bauantrag bei der Stadt abgegeben worden, im April dann habe es den ersten Spatenstich gegeben. Das sei, gemessen an den sonst üblichen Zeitabläufen in Deutschland, ein rasantes Tempo, so der Landrat.
In dem künftigen Gebäudekomplex werden neben dem eigentlichen Rettungswachenteil auch zentrale Einrichtungen des Rettungsdienstes, die Verwaltungsräumlichkeiten für die Trägerverwaltung, eine Lehrrettungswache mit Schulungsräumen und eine großzügige Fläche für eventuelle Großschadensereignisse realisiert. Dabei werden auch die Alarmwege im Haus optimiert und eine heute übliche Schwarz-Weiß-Trennung zum besseren Hygieneschutz realisiert.